Dankbarkeit
Vier hilfreiche und leicht umzusetzende Übungen,
wie du dich dauerhaft glücklicher und zufriedener fühlst
Inhaltsverzeichnis
1. Jeder kann glücklich und zufrieden sein
2. Warm-up: Kurze achtsame Dankbarkeitsübung
3. Vier hilfreiche und leicht umzusetzende Übungen
3.1 Danke sagen
3.2 Dankbarkeitstagebuch
3.3 Wöchentliches Dankbarkeits-Date
3.4 Positive Lebenseinstellung
4. Dein persönliches Dankbarkeitsritual
Jeder kann glücklich und zufrieden sein
Glücklich im Leben, erfolgreich und stark, ein positives Mindset haben… das ist oft leichter gesagt als getan. Die gute Nachricht ist: es ist möglich, jeder kann glücklich sein. Denn in allen Momenten und Situation entscheiden wir selbst, ob wir unsere Aufmerksamkeit auf das Gute (die Fülle) oder eher auf das Schlechte (den Mangel) richten. Wenn wir unseren Fokus auf positive Dinge lenken, leiden wir weniger unter Stress, fühlen uns wohler und steigern unsere Resilienz.
Unglückliche und unzufriedene Menschen leben im Mangel und richten ihre Aufmerksamkeit auf all die Dinge, die sie nicht haben. Beispielsweise stellen sie sich Fragen wie: Was fehlt mir? Wo bin ich unfair behandelt worden? Was muss ich noch erreichen?
und haben Gedanken wie beispielsweise: Wenn ich das und das habe, dann bin ich endlich glücklich. Wenn ich das und das habe, dann bin ich dankbar.
Unsere Gefühle, unsere Einstellung und Haltung bestimmen, wie wir uns und das Leben wahrnehmen, was wir sehen wollen und was nicht. Bist du glücklich und zufrieden, lebst du in der Fülle und handelst aus der Fülle. Du richtest deine Aufmerksamkeit auf all die Dinge, die du in deinem Leben hast: Ich bin dankbar für… Ich bin genug und lebe in Fülle.
Es gibt kaum einen leichteren Weg gute Gefühle zu haben, als durch Dankbarkeit. In dem Moment in dem du dankbar bist, kannst du gar nicht anders als glücklich sein. Du verhältst dich anders, weil du dich aus der Fülle verhältst und handelst.
Kurze achtsame Dankbarkeitsübung
An dieser Stelle lade ich dich ein, dies direkt auszuprobieren:
Lege deine linke Hand auf dein Herz und deine rechte Hand darüber.
Atme tief in dein Herz ein und aus und spüre deinen Herzschlag. Spüre die Energie in deinen Körper.
Für welchen Menschen in deinem Leben bist du besonders dankbar?
Denke an diesen Menschen und vielleicht siehst du sie/ihn jetzt vor deinem inneren Auge.
Und sage dir entweder leise in Gedanken oder spreche laut aus
„Danke, dass es dich gibt. Danke, dass du Teil meines Lebens bist.“
Spüre wie diese Dankbarkeit durch deinen gesamten Körper fliest, dir ein Lächeln in dein Gesicht zaubert und du voller Fülle bist.
Atme noch einmal tief in dein Herz ein und aus. Und nimm dieses wundervolle Gefühl des Glücks und der Zufriedenheit, das du gerade in dir trägst, mit in deinen Tag oder Abend.
Bestimmt konntest du gerade spüren, dass Dankbarkeit der Schlüssel zu mehr Zufriedenheit und Lebensfreude ist. Es ist so wertvoll, dass wir uns täglich in Dankbarkeit üben und unseren Fokus auf die positiven Dinge legen, denn dann gehen wir nach und nach mit anderen Augen durch die Welt. Das Leben wird leichter, friedlicher und wir ziehen automatisch noch mehr Positives in unser Leben.
"Where focus goes, energy flows."
Tony Robbins
Wir können für so vieles dankbar sein
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen:
Wenn du deine Dankbarkeitsübung konsequent machst, wird sich auch dein Leben verändern. So komisch es auch klingen mag, doch es geht gar nicht anders. Denn dein Fokus verändert sich, da du unbewusst die positiven Dinge in deinem Alltag wahrnimmst und so mehr Zufriedenheit in dein Leben bringst. Dankbarkeit macht glücklich und zufrieden. Probiere es aus.
Vier hilfreiche und leicht umzusetzende Übungen
Was ich dir an dieser Stelle mitgeben möchte: Du machst jede Übung für dich und nicht für andere. Also mache dir keine Gedanken, ob die Dinge für die du dankbar bist, für andere eine Bedeutung haben und vergleiche dich nicht. Sondern richte den Fokus auf dich und auf dein Leben. Das ist ein unglaublich wichtiger Schritt, um Dankbarkeit lernen zu können und zu (er)leben.
1.) Danke sagen:
Zeige deine Dankbarkeit auch für die offensichtlichen und gewohnten Dinge im Alltag
Sind manche Dinge selbstverständlich für dich, weil sie für dich normal bzw. gewohnt sind und du es nicht anders kennst?
Zum Beispiel deine Gesundheit, deine Familie, dein Zuhause, dein Job, den Kaffee/Tee, den dir dein Partner/deine Partnerin morgens zubereitet, dein Haustier, deine Freunde, Hobbies etc.
Mache dir das Selbstverständliche/Gewohnte wieder bewusst: Was würdest du absolut vermissen, wenn du es nicht mehr hättest? Diese Frage hilft dir herauszufinden, was du als selbstverständlich betrachtest.
Alltäglichen Situationen kannst du wunderbar als Gelegenheit nutzen, um wahrzunehmen, wie oft du im Alltag „Danke“ sagen kannst. Und nun die Frage an dich „Wie oft sagst du tatsächlich Danke“? 😊 Und sagst du dies aus Höflichkeit, weil es sich so gehört oder weil du es so meinst?
Je öfter du im Alltag Menschen „Danke“ sagst, desto mehr richtest du deinen Fokus auf das Positive und schenkst dir und der anderen Person ein gutes Gefühl.
Nutze das als bewusste Erinnerung für dich selbst, auch im Alltag dankbar zu sein.
2.) Dankbarkeitstagebuch:
Integriere deine Dankbarkeitsroutine in deine Alltag
Das Dankbarkeitstagebuch ist eine ganz bewusste Methode, um Dankbarkeit zu üben.
Du kannst dir ein schönes Notizbuch kaufen und dein individuelles Dankbarkeitstagebuch kreieren oder du nutzt zum Beispiel „Das 6-Minuten-Tagebuch“, das es in vielen Buchhandlungen zu kaufen gibt.
Ein Dankbarkeitstagebuch hilft dir dich auf das positive im Leben zu konzentrieren und das wertzuschätzen, was du bereits hast.
Du kannst dein Dankbarkeitstagebuch am Morgen und/oder am Abend schreiben. Egal zu welcher Tageszeit, es wird ein positives Gefühl und Freude in dir auslösen.
Notiere dir drei bis fünf Dinge
- am Morgen: Nimm dir nach dem Aufstehen (am besten bevor du dein Handy checkst) bewusst Zeit und beantworte dir folgende Fragen: Worauf freue ich mich heute? Was kann ich selbst tun, dass es ein schönes Erlebnis wird?
- am Abend: Was ist heute gut gelaufen? Was habe ich heute gut gemacht?
Diese Fragen unterstützen dich, in den alltäglichen Dingen das wunderbare zu sehen, für das du dankbar bist.
Ein Dankbarkeitsbuch ist ein kraftvoller Weg, deine Aufmerksamkeit immer mehr auf die Dinge zu richten, die du in deinem Leben hast und lernst diese wieder bewusst wertzuschätzen.
Der Vorteil ist, wenn du mal einen schlechten Tag hast oder dein Gedankenkarussell wieder aktiv ist, kannst du in deinem Dankbarkeitsbuch schmökern und du wirst wieder mehr Energie und Zufriedenheit in dir spüren.
3.) Dankbarkeits-Date mit dir selbst:
Dein wöchentliches Dankbarkeitsritual
Stelle dir einen Termin beispielsweise für 15 Minuten ein Mal pro Woche ein. Schreibe drei bis fünf Dinge in dein Dankbarkeitstagebuch, für die du in dieser Woche besonders dankbar bist und warum du dafür dankbar bist. Reflektiere für dich im Detail.
Dies kannst du als wundervolle und intensive Ergänzung zu deinem Dankbarkeitstagebuch praktizieren.
4.) Positive Lebenseinstellung:
Das Gute sehen
Im Alltag fallen dir die Dinge auf, die in deinem Leben nicht gut sind? Und es fällt dir schwer, Dinge zu finden, für die du dankbar sein kannst?
Und wenn du einen schlechten Tag hast oder eine schwierige Zeit, dann kommst du normalerweise nicht auf die Idee, jetzt auch noch für irgendwas dankbar zu sein und den Blick auf die guten Dinge zu richten?
Doch genau in diesen Situationen kann dir praktizierte Dankbarkeit hilfreiche Entlastung geben. Denn gerade in schwierigen Zeiten ist es enorm wichtig, am Ende des Tunnels wieder das Licht zu sehen.
Dann ist diese Übung vielleicht etwas für dich:
Wenn du merkst, dass du deinen Fokus eher auf das Schlechte richtest, dann versuche es andersherum und gewöhne dir dadurch eine dankbare und positive Lebenseinstellung an.
Beispiel: Dein Job macht dir keinen Spaß.
Frage dich: Was ist dennoch gut daran?
- Die netten Kolleginnen und Kollegen?
- Die pünktliche Gehaltszahlung?
Anfangs kann es dir schwerfallen, weil du es nicht gewohnt bist. Und du wirst wahrscheinlich lieber in deinem Gedankenkarussell bleiben wollen. Doch damit ziehst du dich selbst noch weiter runter.
Wenn du dein Mindset veränderst, wirst du merken, wie sich Dankbarkeit und die positive Lebenseinstellung positiv auf dein Leben und auch auf deine psychische Gesundheit auswirken. Du wirst zufriedener, glücklicher und zuversichtlicher.
Dein persönliches Dankbarkeitsritual
Du hast jetzt vier Methoden kennengelernt, wie du mehr Dankbarkeit in dein Leben bringen kannst und dadurch dauerhaft glücklicher und zufriedener wirst.
Probiere sie aus und integriere sie immer mehr in dein Leben. Und sei Geduld mit dir und gib nicht gleich auf. Ich wünsche dir ganz viel Freude mit deinen persönlichen Dankbarkeitsritualen.
von Sonja Schneider
veröffentlicht 23. Dezember 2022