Denkmuster auflockern
Eine Übung für dich, um starre Denkmuster aufzulockern
Du benötigst ca. 10 Minuten Zeit und Ruhe für die Vorstellungsübung.
1
Unser Verstand schickt uns jeden Tag unglaublich viele Gedanken. Viele, die er hervorbringt, brauchen wir, doch nicht alle sind hilfreich.
Zum Beispiel: "Du blamierst dich", wenn wir eine Präsentation im Job halten.
Die folgende Übung hilft dabei, uns aus einengenden Denkmustern zu lösen.
2
Erinnere dich an eine Situation, in der du dich unwohl gefühlt hast. Etwa die Präsentation, bei der du nervös warst und du dich fürs Verhaspeln geschämt hast. Welche Gedanken kamen dabei auf?
3
Schließe nun deine Augen und stelle dir vor, wie du an einem Tisch sitzt. Auf diesem Tisch liegen Gedanken, die dir den Alltag (immer wieder) erschweren bzw. dich blockieren. Diese Gedanken haben nun eine besondere Form angenommen: Sie sind weiche, leichte Federn.
4
Nimm die Gedankenfedern in die Hand und spüre, wie zart sie sich anfühlen.
5
Hebe die Gedankenfedern hoch und lasse sie los. Beobachte, wie sie ganz sacht hin- und hergleiten, wie sie langsam auf den Tisch hinabsegeln.
Die Gedanken, gegen die du oft ankämpfst, liegen jetzt ganz ruhig und harmlos auf dem Tisch.
6
Vielleicht staunst du darüber, wie viele Federn dein Geist jeden Tag hervorbringt.
Bedanke dich bei deinem Geist, für die Arbeit die er leistet und lasse die weichen, leichten Gedankenfedern ruhen.
7
Verabschiede dich langsam von diesem Bild und finde dich wieder im Hier und Jetzt ein.
8
Wiederhole die Übung - wenn es dir möglich ist, am besten jeden Tag zur gleichen Zeit am gleichen Ort - um sie zu verinnerlichen. Unsere Gedanken wiegen mit der Zeit nicht mehr so schwer, wenn wir lernen, sie als das zu sehen, was sie sind:
Etwas, das vom Geist kommt und nicht unbedingt stimmen muss :-)
von Sonja Schneider
veröffentlicht: 23.04.2023